Donnerstag, 25.04.2019
 
Markt Bruck i.d. OPf.
Wir über uns
Weitere Informationen

Vereinsberichte

Das Kraut ist seit einer kleinen Ewigkeit fester Bestandteil im Speiseplan vieler Menschen. Bis vor ein paar Jahrzehnten wurde es beinahe in jedem Haushalt selber hergestellt. Damit dies nicht in Vergessenheit gerät, haben das Gebiet Ost und der Trachtenverein Enzian Bruck zur “Krautsitzweil” eingeladen.
Nach dem Auftakt durch Neukirchner Blasmusik begrüßte Gebietsvertreter Wolfgang Bittner die Gäste im vollbesetzten Meisl-Saal. Gebietsbrauchtumswart Daniel Reichinger hatte zum Thema „G’schichten rund ums Kraut und die Erntezeit„ einige Geschichten zusammengetragen. Darunter war auch eine Erinnerung eines Autors an das “Krauteinhobeln” in seiner Kindheit. Das Hobeln und Brechen des Krautkopfs war die Arbeit der Erwachsenen, aber das Einstampfen ins Fass war die Aufgabe der Kinder. Erst wurden die Füße gewaschen, dann trug man die Kinder zum Krautfass, wo sie jede neue Lage Kraut kräftig einstampfen mussten. Da auf jede Lage auch gleich die Gewürze und hier vor allem das Salz kam, brannten bis zum Abend die Füße. Wenn nach ein paar Wochen zum ersten Mal frisches Sauerkraut auf dem Tisch stand, waren auch die Kinder stolz darauf, dass sie mitgeholfen hatten, dieses Lebensmittel herzustellen. Anschließend zeigten die Mitglieder des Trachtenvereins, wie so ein Krautfass fachmännisch gefüllt wird. Aber auch eine Geschichte über das Mähen des Getreides in früherer Zeit und das Backen des Brotes hatte Reichinger vorbereitet. Zwischen den Geschichten spielte die Gebietstrachtenkapelle aus Neukirchen zünftig auf, und die Trachtler zeigten Volkstänze.
Der Vorstand des Brucker Trachtenvereins, Jürgen Hofmann, hatte für diesen Abend speziell eine zum Thema „Kraut und Erntezeit“ passende Speisekarte vorbereitet, die von den Gästen sehr gut angenommen wurde.